Horizont Europa: Politischer Kontext
Wenn Sie in Horizont Europa Förderung beantragen, bewegen Sie sich immer im Kontext der EU-Energie- und Klimapolitik. Ihre Forschungs- und Innovationsvorhaben unterstützen somit das Erreichen übergeordneter Ziele. Das sollten Sie auch in Ihrem Antrag klar adressieren. In Horizont Europa spielt daher der Strategische Plan als Brücke zwischen Rahmenprogramm und Arbeitsprogramm eine wichtige Rolle, ebenso wie die europäischen Partnerschaften und die Missionen.
Das weltweit größte Programm für Forschung und Innovation
Mit ihrem 9. Rahmenprogramm „Horizont Europa“ möchte die Europäische Kommission den wissenschaftlichen, technologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritt in Europa durch Forschung und Innovation fördern und stärken. Das Programm hat eine Laufzeit von 2021 bis 2027. Es soll einen Beitrag dazu leisten, die politischen Ziele der EU-Kommission umzusetzen. Die Europäische Kommission hat sich für den Zeitraum 2024–2029 und darüber hinaus ehrgeizige Ziele gesetzt, die zu einer schnelleren, einfacheren und stärkeren Union führen, die ihre Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen unterstützt, dort entschlossen handelt, wo sie die größte Wirkung erzielen kann, und gemeinsame Ambitionen vorantreibt. Eine sehr wichtige Rolle wird dabei ein neuer Plan für den nachhaltigen Wohlstand und die Wettbewerbsfähigkeit Europas sein.
Für die gesamte Laufzeit wurde ein Budget von rund 95,5 Milliarden Euro vereinbart. Damit ist Horizont Europa das weltweit größte Förderprogramm für Forschung und Innovation. Und: Mehr als ein Drittel des Gesamtbudgets, 35 Prozent, sind vorgesehen für Themen zum Umgang mit dem Klimawandel.
Die Forschung unter Horizont Europa soll direkt in die Mitte der Gesellschaft zielen, das heißt: Bei der Begutachtung Ihrer Förderanträge wird ein starker Fokus auf die Wirkung—den „impact“—Ihres Vorhabens gelegt. Die erwarteten impacts sind im Arbeitsprogramm beschrieben.
Der Strategische Plan:
Verzahnt den politisch-strategischen Rahmen mit den Arbeitsprogrammen
Der Strategieplan soll die Umsetzung von Horizont Europa erleichtern und als Schnittstelle zwischen den übergeordneten politischen Prioritäten der EU und den Forschungs- und Innovationsaktivitäten von Horizont Europa dienen, die in dem gleichnamigen Arbeitsprogrammen festgelegt sind.
Der strategische Plan für 2025–2027 befasst sich mit den wichtigsten globalen Herausforderungen wie dem Klimawandel, dem Verlust der biologischen Vielfalt, dem digitalen Wandel und der alternden Bevölkerung.
Er legt drei strategische Ausrichtungen für F&I-Investitionen für die Jahre 2025–2027 fest, die als „Key Strategic Orientations“ (KSO) bezeichnet werden und die politischen Prioritäten der Europäischen Union widerspiegeln:
- Grüner Wandel
- Digitaler Wandel
- Ein widerstandsfähigeres, wettbewerbsfähigeres, integrativeres und demokratischeres Europa
Die KSOs zeigen auf, wie F&I die EU Prioritäten im Rahmen von Horizont Europa adressieren können.
Und darüber hinaus: Der Strategieplan
- beschreibt 32 erwartete Auswirkungen („expected impacts“) der F&I-Aktivitäten von Horizont Europa im Zeitraum 2025–2027;
- identifiziert die New European Bauhaus-Facility;
- identifiziert 9 neue gemeinsam koprogrammierte und kofinanzierte europäische Partnerschaften;
- identifiziert die EU-Missionen;
- skizziert den Ansatz von Horizont Europa für die internationale Zusammenarbeit;
- gibt Orientierung zu spezifischen, übergreifenden Themen und
- bietet Leitlinien dazu, wie Synergien mit anderen EU- und nationalen Förderprogrammen gefördert werden können.
Weitere Informationen zum Strategischen Plan, finden Sie
- auf dem deutschen Portal zu Horizont Europa und
- im Factsheet der EU-Kommission.