28.10.2026 Horizont Europa, Klima
Kommission stellt Plan für besseren Klimaschutz vor
Die EU-Kommission hat einen Rahmen für Klimaresilienz vorgestellt, der Europa besser auf Klimarisiken vorbereiten soll. Kernstück ist ein Klimaresilienzgesetz, das eine gemeinsame Grundannahme für die Erderwärmung vorgibt und die nationale Planung vereinfacht. Der Plan verankert Klimaresilienz in allen Politikbereichen.
Die EU-Kommission hat einen EU-Rahmen für Klimaresilienz vorgestellt. Er soll Europas Fähigkeit stärken, Klimarisiken vorherzusagen, sich darauf vorzubereiten und sie zu bewältigen. Klimaresilienz soll künftig in allen wichtigen Politikbereichen verankert werden, auf nationaler wie auf internationaler Ebene. Lokale und regionale Behörden unterstützt die Kommission dabei durch Pilotprojekte und Beratungsdienste.
Der vergangene Sommer mit anhaltenden Hitzewellen, Waldbränden und historisch niedrigen Wasserständen großer Flüsse sowie die verheerenden Überschwemmungen der letzten Jahre zeigen die Folgen des Klimawandels für Menschen, Unternehmen und Infrastruktur. 75 Prozent der Europäerinnen und Europäer leben in Städten und spüren die Auswirkungen besonders deutlich. Die geschätzten wirtschaftlichen Verluste durch Klimaschäden beliefen sich von 2022 bis 2025 auf rund 200 Milliarden Euro, also etwa 50 Milliarden Euro pro Jahr.
Kernstück ist das vorgeschlagene Klimaresilienzgesetz. Es definiert einen gemeinsamen Referenzpfad für die globale Erwärmung. Aktuelle Wissenschaft zeigt, dass sich die Welt bis 2030 um 1,5 Grad, bis 2050 um 2 Grad und bis 2100 um 3 Grad gegenüber dem vorindustriellen Niveau erwärmen könnte. Anhand dieser Grundannahme können Mitgliedstaaten künftige Klimarisiken bewerten. Ein einziger nationaler Strategieplan ersetzt künftig mehrere Planungspflichten und verringert den Verwaltungsaufwand.
Die Rahmenmitteilung stellt Behörden, Unternehmen und Gemeinden zudem praktische Instrumente bereit, um Klimarisiken zu managen. Weitere Informationen erhalten Sie auf dieser Webseite der EU-Kommission.